Pflegestufen und Pflegegeld

Egal, ob es sich um eine körperliche, geistige oder psychische Beeinträchtigung handelt: Wer voraussichtlich sechs Monate oder länger ständige Betreuung und Pflege benötigt, hat Anspruch auf Pflegegeld. Die Höhe dieses Pflegegeldes hängt vom Grad der Beeinträchtigung ab. Man hat dazu 7 Pflegestufen definiert, für die dann ein Pflegegeld zwischen 154,20 und 1.655,80 Euro im Monat ausbezahlt wird.

Für die Pflegestufe 1, die niedrigste Pflegestufe, muss der Patient einen Pflegebedarf von 65 Stunden pro Monat haben.

Bei der Stufe 2 müssen mindestens 95 Stunden anfallen, bei der Stufe 3 120 Stunden, bei Stufe 4 160 Stunden, bei Stufe 5 180 Stunden, bei Stufe 6 180 Stunden sowie zusätzliche Betreuungsmaßnahmen oder die ständige Anwesenheit einer Betreuungsperson, und bei Stufe 7 sind es ebenfalls 180 Stunden, wobei der Patient hier bewegungsunfähig sein muss.

Die Einstufung wird von einem Arzt vorgenommen.

Einige Beispiele, um die Systematik anschaulicher zu machen: Wer sein Leben nicht (mehr) selbstständig führen kann und einen Rollstuhl benötigt, hat Anspruch auf mindestens Stufe 3. Bei Blindheit fällt Pflegestufe 4 an, bei gleichzeitiger Blindheit und Taubheit Stufe 5.

Es gibt eine Website, wo man anhand eines Fragenkataloges die Pflegestufe selbst (unverbindlich) bestimmen kann (http://www.pflegestufen.at/). Dies ersetzt natürlich nicht das ärztlich Gutachten, bietet aber einen guten Anhaltspunkt.

2017-04-23T14:59:24+00:00